Prana – der Schlüssel zur Lebenskraft

Prana ist die Summe der im Weltall vorhandenen Energie. Es ist die universelle Lebensenergie, die in allen Daseinsformen – vom Stein bis zum Menschen – vorkommt. Es ist in der Luft enthalten, ist aber kein Sauerstoff, es befindet sich in der Nahrung, im Sonnenlicht, im Wasser, ist aber weder Vitamin, Wärme oder Licht. Allerdings wird Prana über Nahrung, Luft und Wasser transportiert uns so können wir es auch aufnehmen.

Am einfachsten regulieren wir Prana über seine äußere Erscheinungsform, den Atem. Wenn wir lernen, den Atem zu kontrollieren, sind wir fähig auch das subtile innere Prana zu beherrschen. Dadurch erlangen wir auch die Kontrolle über unser Bewusstsein, das ohne Prana nicht wirksam sein kann.

Wo sitzt das Prana?

Der Sitz des Pranas liegt im Herzen. Obwohl es nur ein Prana gibt, wurde es in fünf  Pranas unterteilt, die jeweils andere Funktionen erfüllen. Die fünf Namen sind:

  1. Prana
  2. Apana
  3. Samana
  4. Udana
  5. Vyana

Die folgende Tabelle erklärt die Funktionen und verschiedenen Stellen, wo Prana im Körper wirksam ist.

Name Farbe Ort Bereich Funktion Unter-Prana
Prana gelb Anahata (Herz) – Chakra Brust Atmung Naga bewirkt Aufstoßen und Schlucken
Apana orangerot Muladhara (Wurzel) – Chakra After Urin & Kot Kurma bewirkt das Öffnen der Augen
Samana grün Manipura (Solarplexus) – Chakra Nabel Verdauung Krikara bewirkt Hunger und Durst
Udana blau-violett Vishudda (Kehle) – Chakra Hals Schlucken Devadatta bewirkt Gähnen
Vyana rosa Swadhishtana – Sexualchakra ganzer Körper Blutzirkulation Dhanajaya bewirkt Zersetzung des Körpers

Prana zum Zirkulieren bringen

Alten Yogaschriften zufolge zirkuliert die Energie in einem Netz aus 72000 feinstofflichen Energieleitbahnen oder Nadis, die nicht nur den gesamten physischen Körper durchziehen, sondern auch ein Energiefeld um den Körper herum erzeugen, die sogenannte Aura.

Wir können durch das Üben von Asanas wichtige Kreuzungspunkte der Nadis stimulieren. Das wirkt wie eine Akkupressur, die Energieblockaden löst.

Durch das Üben von Pranayama können wir bewusst zwei wichtige Nadis – Pingala und Ida – öffnen und den Pranafluß zu ihnen öffnen. Wenn wir es schaffen diese beiden Hauptnadis in ein vollkommenes Gleichgewicht zu bringen, dann haben wir die letzte Stufe des achtstufigen Pfades erreicht. Die Sushumna, zentrale und wichtigste Leitbahn, die anatomisch dem Rückenmark entspricht, öffnet sich. Die Lebensenergie strömt ungehindert aufwärts und führt zur Erleuchtung.

Buchtipp:

Prana
In diesem Buch wird nicht nur das Konzept von Prana erklärt. Es enthält auch die Anleitung zu den wichtigsten Asanas und praktische Ernährungstipps.

Was ist deine Meinung dazu?

Stichworte:,